Am 27. Januar 2012 ab 20 Uhr referiert der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy (SPD) in den Räumen der Hoyaer Freimaurerloge über das Thema „Die Gefahren des Rechtsextremismus“.

„Rechtsextremismus ist in Deutschland keine Randerscheinung. Er durchdringt die Alltagskultur und bedroht die Zivilgesellschaft. Wir müssen wissen, was schiefgelaufen ist“, so der Bundestagsabgeordnete Edathy. Als Experte für Rechtsextremismus der SPD-Fraktion und wahrscheinlicher Vorsitzender des Neonazi-Untersuchungsausschusses weiß er, wovon er redet: „Dass Rechtsextremismus in Rechtsterrorismus umgeschlagen ist, war nicht erkannt worden. Mahnende Stimmen wurden nicht gehört.Umfassende Ansätze im Kampf gegen Rechts mussten sich in der Vergangenheit immer stärker rechtfertigen, Initiativen waren und sind in ihrer Existenz bedroht. Spätestens jetzt ist Deutschland gefordert, mit aller Kraft den braunen Sumpf, dessen Ausläufer bis weit in die Mitte der Gesellschaft reichen, endgültig trocken zu legen. ‘Null Toleranz’ gegen Nazis und ihre Helfershelfer ist das Gebot der Stunde. Mit Polizeipräsenz, hoher Kontrolldichte und der Ausschöpfung alle repressiven Mittel müssen die Rechten spüren, dass sie die wehrhafte Demokratie keinen Tag länger erträgt.“

Freimaurer haben, was Intoleranz und Nationalismus angeht, eine besondere Sensibilität. Während der Nazizeit waren die Logen verboten. Freimaurer fühlen sich der Demokratie, Toleranz und Menschlichkeit verpflichtet, daher sind die Mitglieder der Hoyaer Freimaurerloge „St. Alban zum Æchten Feuer“ froh darüber, dass Herr Edathy ihre Einladung angenommen hat und zu diesem wichtigen und aktuellen Thema referiert.

Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung per E-Mail an mail@loge-hoya.de oder telefonisch unter 04251-92330 wäre zur besseren Planung hilfreich.